Ausstellungen im April
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Der Frühling startete gleich mit zwei aufregenden Ausstellungsprojekten: einer Gruppenausstellung im Korsbygården in Lärbro am Osterwochenende und einer Einzelausstellung im KUNO Kulturhuset in Fårösund im gesamten April.
Vårsalong Lärbro, 3.-6. April
Jedes Jahr findet in Lärbro eine Gruppenausstellung statt, an der alle teilnehmen können, die Kreatives schaffen. Ob Aquarell, Ölmalerei, Grafik, Skulptur, Keramik oder Fotografie – alle sind aufgerufen, ihre Arbeiten einzureichen und auszustellen. Entsprechend bunt und voll ist die Ausstellung im Ergebnis. Vor allem aber kommen zu diesem langen Ausstellungs-Osterwochenende unglaublich viele Besucherinnen und Besucher von der gesamten Insel und sogar vom Festland. Das bedeutet, es ist immer von Tag eins an, also von Karfreitag, an dem die Vernissage stattfindet, durchgängig bis einschließlich Ostermontag rappelvoll.

Das Konzept ist absolut demokratisch. Jeder kann mitmachen, es wird nicht ausgewählt, nicht aussortiert, es gibt keine Geschmackspolizei, alle können dabei sein. Außerdem ist ein enormes Team Freiwilliger im Einsatz, um an allen Tagen im Café Waffeln im Akkord zu backen, Kaffee auszuschenken, Fragen der Besucherinnen und Besucher zu beantworten und Bezahlungen entgegenzunehmen, denn alles, was an den Wänden hängt, kann direkt gekauft werden. Ein unglaubliches Konzept, klar, auch gewöhnungsbedürftig – doch nicht zuletzt eine gute Gelegenheit, einem richtig breiten Publikum die eigenen Arbeiten zu zeigen.
Künstlerin des Monats im KUNO kulturhus, Fårösund
Die zweite Ausstellung war eine Einzelausstellung mit nur meinen Bildern. Im Anschluss an eine Ausstellung im vergangenen Herbst wurde ich eingeladen, am Konzept Künstler:in des Monats teilzunehmen. So wurde ich Künstlerin des Monats April. Eine Herausforderung war es schon, zwei Ausstellungen vorzubereiten, die um nur drei Tage versetzt eröffneten. Gleichzeitig war es ein Riesenspaß.
Das KUNO Kulturhus ist ein Kulturhaus, in dem verschiedenste Veranstaltungen stattfinden: Konzerte, Theater, Ausstellungen, Märkte. Außerdem sind verschiedene Räume als Ateliers, Yogastudios und als Übungsräume für Musiker vermietet. Auch betreibt das KUNO ein eigenes Café, das jeden Sonntag geöffnet hat. Und genau in diesem Café, einem ziemlich großen, offenen Raum mit vielen großen Wänden, können die Künstler:innen des Monats ihre Arbeiten zeigen.

Künstler:in des Monats ist dabei allerdings ein Titel, der deutlich größer klingt als er am Ende ist, denn die tatsächliche Ausstellungsdauer beschränkt sich schlussendlich auf vier Tage. Die Ausstellung ist nur geöffnet, wenn auch das Café geöffnet ist, und das ist ausschließlich sonntags zwischen 14 und 16 Uhr der Fall.
Aber sei’s drum. Ich habe eine breite Palette Arbeiten zeigen können, die hier auf der Insel entstanden sind, die meine Gedanken widerspiegeln, das, was mich im Winter beschäftigt hat, ernste Themen ebenso wie Witziges. Auch waren Texte dabei.

Über den Winter hatte ich etwas mehr Zeit, um wieder zu schreiben. Ich schreibe eigentlich immer, auch wenn es manchmal zu kurz kommt. In einer fremden Sprache zu schreiben, ist allerdings eine Herausforderung, schwierig und aufregend zugleich. Ich schaue viel genauer auf einzelne Wörter, deren Bedeutung, deren Klang. Gleichzeitig, na klar, fehlen die Nuancen. Da ist es spannend, nach Synonymen zu schauen, nach Textbeispielen, in denen Begriffe verwendet werden, so dass ich auf die Art ein Gefühl für Nuancen bekommen kann.
So zu arbeiten vereinfacht auch. Beschränkt alles auf das Wesentliche.
Ob am Ende alles richtig war, was ich geschrieben und in die Ausstellung neben die Bilder gehängt habe, weiß ich nicht. Ich hoffe. Es hat jedenfalls niemand den Rotstift gezückt. Obwohl, das wäre eigentlich lustig gewesen, wenn sich jemand getraut und etwaige Fehler korrigiert hätte.
Ein aufregender Monat geht also zu Ende. Ein Monat, der den Auftakt zu einem vielversprechenden Sommer setzt. Ich bin gespannt.